Der Papierkram


Herkunftsnachweis & Meldepflicht

Wer sich nun diese - nach WA II geschützten und somit meldepflichtigen - Tiere anschaffen möchte, sollte sich, möglichst schon im Vorfeld und nicht erst beim Kauf der Tiere, über den behördlichen Dschungel informieren, der damit unausweichlich verbunden ist.

 

https://www.bfn.de/0305_regelungen.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Washingtoner_Artenschutz%C3%BCbereinkommen

 

So sind zum Beispiel folgende bürokratische Papiere und Verordnungen zu beachten, die ich hier lediglich kurz erwähnen, jedoch nicht explizit erläutern möchte:

 

 

Herkunftsnachweis

Dieses Dokument stellt eine Erklärung über die Herkunft von Tieren von besonders geschützten Arten dar, damit der neue Halter die Besitzberechtigung nachweisen kann. Es muss grundsätzlich bei ALLEN neu erworbenen Tieren mit ausgehändigt werden, unabhängig davon, ob diese nun meldepflichtig sind oder auch nicht.

(§ 46 des Bundesnaturschutzgesetzes)

 

Siehe auch:

https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/__46.html

http://www.dendrokeller.de/support/downloads/

 

Meldepflicht

Wer in Deutschland besonders geschützte Tiere (oder auch Pflanzen) besitzt, hat deren Bestand und deren Bestandsänderungen der zuständigen Behörde unverzüglich zu melden. Dazu zählen folgende Situationen:

-Zugänge durch Kauf und Zucht

-Abgänge durch Verkauf und Tod

-Umzug / Wohnort-Wechsel

 

Siehe auch:

http://www.gesetze-im-internet.de/bartschv_2005/__7.html

 

Hiervon ausgenommen sind die in Anlage 5 aufgeführten Arten.

 

Um hier immer auf dem laufenden zu bleiben, bzw. Missverständnisse auszuschließen, empfehle ich, grundsätzlich bei der zuständigen Behörde im Rathaus, Kreishaus, o.ä. (untere Landschaftsbehörde, Umweltamt, etc.) einfach nachzufragen.

 

Leider mahlen die bürokratischen Mühlen hierzulande deutlich langsamer als die wissenschaftlichen (Neu-)Zuordnungen von statten gehen. Daher sind Verzögerungen - aber auch beibehaltene Ausklammerungen - in der offiziell gültigen (behördlichen) Namensgebung keine Seltenheit. Wer sich diesbezüglich einen Überblick verschaffen möchte, kann das am besten hier tun:

http://www.wisia.de/

Ich empfehle allerdings dringendst, sich nicht auf die Online-Listen zu verlassen, bzw. zu berufen, sondern die gewünschten Richtlinien der zuständigen Behörde zu erfragen, da diese - wie erwähnt - durch verzögerte Aktualisierungen/Ausklammerungen durchaus von den öffentlich einsehbaren Listen abweichen können.

 

Sachkundenachweis / § 11

Die Genehmigung/Erlaubnis gemäß §11 Tierschutzgesetz (umgangssprachlich: Sachkundenachweis, bzw. §11) ist für gewerbetreibenden Handel mit Wirbeltieren vorgeschrieben, kann aber auch über Prüfungen (DGHT, VIVE, BNA, etc.) als Privatperson abgelegt werden. Sie gilt als Nachweis der erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit einer entsprechenden Tierart.