Wasser & Beregnung


Beregnung

Meine Beregnungsanlage besteht aus:

1.) mehrere Flüsterpumpen mit Schwingungsdämpfern  (Ring-Einspeisung)

2.) Wasserreservoir mit Feinfilter und Heizstab

3.) im Ring (zwecks gleichmäßigem Druck) verlegte Schläuche 

4.) Sprühdüsen mit unterschiedlichem Wasserdurchlass

5.) Abfluss im Wassergraben mit Filterschwamm gesichert

6.) Abwasserkasten mit Entleerpumpe

7.) Minutenzeitschaltuhr für die Abwasserpumpe 

8.) Rückkehr-Osmoseanlage

 

Man kann das Wassereservoir mittels Magnetventil/Schwimmerschalter und den Abwasserbehälter mittels Zeitschaltuhr/Schwimmerschalter/Pumpe realisieren, dann hat man mit der Wasserver- und entsorgung schon mal keine Arbeit mehr.

 

 Für die Abflußschläuche verwende ich zumeist herkömmliche Schläuche aus der Aquaristik, die ich mit Kabelverschraubungen aus der Elektroinstallation kombiniere (M20 oder M25). Auf diese Art kann ich (im Gegensatz zu den zu erwerbenden recht hohen Abflüssen) den Wasserstand im Graben bei Bedarf erhöhen, regulieren oder auch auf ein Minimum von 3-4mm senken (falls Wassergräben gewünscht sind).

Wasseraufbereitung

Nachdem ich lange Zeit eine Duo-Enthärteranlage verwendet habe (die ich nach wie vor gut heiße), verwende ich nun - obgleich der höheren Instandhaltungskosten - eine Osmoseanlage. Dies hat folgenden Grund:

Die Enthärteranlage ist (abgesehen vom regulären Anschaffungspreis), was die Gesamthärte angeht, unschlagbar günstig (ca. 0,50€/Jahr), nimmt allerdings keinerlei Einfluss auf z.B. die Karbonathärte (und somit unmittelbar auf den für Quappen wichtigen pH-Wert) oder sonstige Schadstoffe im Rohwasser.

Der Abwasseranteil meiner Osmoseanlage wird vom Hersteller zwar mit akzeptablen 1:2 angegeben (Osmose zu Abwasser), liegt aber nach Inbetriebnahme, Spülen und Auslitern tatsächlich sogar nur bei hervorragenden 1:1,2! 

Somit reden wir im Gegensatz zu "günstigeren" Produkten mit ca. 1:4 Verhältnis (also um die 80% Abwasser), über grade mal ca. 55% die in den Gulli laufen.

Die Osmose selbst verfügt über 5 Filterstufen, Hoch- und Niederdruckschalter, Hochleistungspumpe, Spülventil, Magnetventil, Manometer und einen mechanischen Wasserstop (für den Fall einer Undichtigkeit).

Sie arbeitet mit einem Betriebsdruck von 7-8 bar, wodurch ein Glas Wasser von 0,2l in 8 sec. mit reinstem Osmosewasser gefüllt ist. Die Anlage verfügt ergo über eine Leistung von ca. 2160l/Tag. Diese sehr hohe Durchlaufmenge lag mir persönlich am Herzen, da ich z.B. einen Wasserwechsel im Quappenpool, oder die Auffüllung des Beregnungs-Reservoirs während meiner allabendlichen Abläufe im Keller durchgeführt und beendet haben wollte. Ich fühle mich halt nicht wohl, wenn ein Wasserhahn während meiner Arbeitszeit/Abwesenheit mehrere Stunden oder gar Tage (wie im Falle anderer Anlagen) aufgedreht bleiben müsste.

       Manometer                    Hochleistungspumpe               Wasserstop

Die Osmoseanlage selbst besteht aus folgenden Komponeneten:

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 1

Der Sedimentfilter für die groben Partikel, wie Sand, Rost und mechanische Verunreinigungen.

 

 

 

 

 

 

 

Stufe 2

Der Aktivkohlefilter entnimmt dem Wasser Chlor, Medikamente, Hormone, Pestizide, Herbizide und Schwermetalle.

 

 

 

 

 

 

Stufe 3

Der Aktivkohleblockfilter kümmert sich nochmals um die Schadstoffe der 2. Stufe allerdings noch wesentlich intensiver.

 

Stufe 4

Das Herz der Anlage, die Membrane, die niemals austrocknen darf, besitzt eine laserperforierte Folie, die nur die reinen Wassermoleküle durchlässt.

 

Stufe 5

Der Aktivkohlenachfilter korrigiert beim Verlassen des Wassers aus der Anlage nochmals Qualität und Geschmack.

Je nach Qualität und natürlich Nutzung der Anlage sollten die Filter nach 6 Monaten, die Membrane nach 2-4 Jahren erneuert werden.

WASSERWERTE:

Um einen einigermaßen konstanten und Quappen-freundlichen pH-Wert von 6,5 zu gewährleisten (Danke für die Infos, Toto), ist eine Osmoseanlage also unumgänglich, reines Osmosewasser allerdings ist nahezu tot, ergo muss man es mit abgestandenem (weil dann chlor-armen) Leitungswasser verschneiden, um wieder ein wenig an Mineralien hinzuzufügen.

Bei mir stehen folgende Werte im Raum:

 

 

  Rohwasser Osmosewasser
     
Leitwert 424µs/cm 24µs/cm
pH-Wert 7,43 6,33
Karbonathärte 7°dH <1°dH
Gesamthärte  13°dH  <1°dH

 

Stand Recklinghausen 07/2018

Um den gewünschten pH-Wert von 6,5 möglichst konstant zu halten, muss ich also ein Mischungsverhältnis von 2:1 (Osmose:Rohwasser) oder sogar 3:1 wählen. Wichtig dabei ist, den für die Stabilität des pH-Wertes extrem wichtigen KH-Wert im Auge zu behalten:

 

  2:1 3:1
     
Leitwert 156µs/cm 132µs/cm
pH-Wert 6,62 6,51
Karbonathärte 3°dH 3°dH
Gesamthärte  5°dH  4°dH

 

 

 

 

Da ich abhängig von der Stabilität des pH-Wertes unterschiedliche Mischungsverhältnisse beim Wasserwechsel anwende, habe ich am Quappenpool eine kleine Skala angebracht, die mir beim Befüllen das ewige Auslitern erspart.

 

 

 

Zur Überprüfung der wichtigsten Wasserwerte eignen sich solche Testkoffer wie dieser von Sera.