Quappenanlage im Eigenbau




200 Liter Aquarium
200 Liter Aquarium



Benötigt werden:

 

-ein (ausgedientes) Aquarium ca. 100-200 Liter)

-Filter

-Heizstab

-Thermometer

-Behälter für die Quappen

-feine Gaze

-Kabelkanal (-deckel) aus dem Elektrobedarf

-Kantenschutz aus dem Elektrobedarf

-Heißklebepistole + Silikon

-Heißluftpistole oder Feuerzeug

-etwas Geschick und Geduld

 

 

 

Das Aquarium als solches lassen wir -abgesehen von Filter, Thermometer und Heizstab- mehr oder weniger ohne Einrichtung. Kies, ein paar Pflanzen (z.B. Wasserpest) und evtl Welse als "Staubsauger" bzw Prachtschmerlen als Schneckenkiller schaden nicht. Nachdem wir nun das Becken mit weichem Wasser gefüllt und die Werte kontrolliert und eingefahren haben (ph 6-7, <3°dH, ca 24°C, etc), mißt man den im Innenraum des Beckens zur Verfügung stehenden Platz. Nach diesem Maß wird der Rahmen für die Dosen gebaut. Haben wir also im Inneren des Beckens 50x50cm so ist das das Aussenmaß für unseren Rahmen. Ich empfehle jedoch, ca 5mm Spiel rundum abzuziehen. Soll der Rahmen bündig mit der Aquarienoberkante werden, so dass man die Anlage später gegen Verdunstung abdecken kann, muß der Rahmen im Becken tiefer sitzen und dementsprechende Umkantungen an den äusseren Halterungen aufweisen. Der Wasserstand wird dann angepaßt.



Rahmenkonstruktion
Rahmenkonstruktion

 

 

 

Der aus Kabelkanal gefertigte Behälterrahmen



Beim Bau dieses Haltegestelles empfehle ich zunächst mit der Heißklebepistole zu fixieren und anschließend mit Silikon ordentlich zu verkleben. Die Winkel und Umkantungen kriegt man mit der Puksäge (für Aussparungen und Winkel) und Heißluftpistole bzw Feuerzeug recht gut hin. Der Rahmen muß logischerweise an eine bestimmte Menge Behälter angepaßt sein, in meinem Fall waren es je 18 Stück auf jeder Seite, abhängig von der Größe der zuvor besorgten Behälter. Um diese im Rahmen höhenverstellbar -aber dennoch rutschfest- zu positionieren, werden an den Streben (Kabelkanaldeckel) Kabelkantenband (bzw Kantenschutz) angebracht. Die Dosen wurden vorher mit einer Lochsäge, viel Gefühl, Silikon und feiner Gaze zum "Quappenkot-und-Futterreste-durchlässigen-Aufzuchtbehältnis" umfunktioniert. Eventuell kann man nun noch hingehen und das Aquarium von aussen mit Styropor isolieren.



Quappenbehälter
Quappenbehälter

 

 

Fertig zum Besatz, nur noch ein paar Blätter und Futter





 

Alternativ zu dieser Rahmen-Variante kann man sich Quappenboxen aus den Ablaichkästen aus der Aquaristik basteln. Diese haben den Vorteil, dass sie aufgrund der "Griffmulden" (oder Schwimmer?) von selbst schwimmen, jedoch müssen die relativ großen Kästen mit Plexiglas-"Trennwänden" weiter unterteilt werden, der Boden muss (wegen der großen Spalten) zusätzlich mit Gaze gesichert werden und obendrein ist die Beeinflussung des Wasserstandes in den Ablaichkästen nur schlecht umsetzbar. Abgesehen davon kann man - bedingt durch den Platzgewinn durch Wegfall der Rahmenkonstruktion - bei dieser Methode aber deutlich mehr Tiere zeitigen.