Landgängerpool & Becheranlage


Landgängerpool

Nachdem die reine, klassische "Bechervariante" zunächst von der 200-Liter-Schwimmkastenmethode und danach von der Poolhaltung abgelöst wurde, teste ich derzeit - parallel zur Becheranlage (s.u.) - die Gemeinschaftshaltung aller Quappen mit integrierter Landgangmöglichkeit.

Ausgangspunkt war ein modifiziertes Schildkrötenbecken, welches natürlich von vorne, statt wie üblich von oben zugänglich sein sollte.

Als erstes wurden also E-Profile in der Front eingearbeitet und die Frontscheiben mit einer Silikonlippe versehen. Das Lochblech wurde durch drosodichte Gaze ersetzt und die Kabelaussparung in der Rückwand (oben links) mit Silikon und einem Messer zur froschsicheren Installation umgewandelt. Anschliessend habe ich mit Plexiglas eine Filterkammer gebaut, die groß genug war, eine kleine Pumpe, einen Heizstab und die ph-Sonde des GHL-Computers aufzunehmen. Das ganze wurde vorübergehend mit Styropor fixiert.

Danach wurde der Landteil und teilweise auch die angrenzenden Wände beflockt und mit Glossostigma angeimpft. Die Beleuchtung auf der Gaze und eine Fototapete als Hintergrund dürfen natürlich nicht fehlen.

Um Verdunstung entgegen zu wirken, den Kleinen Feuchtigkeit zu gewährleisten und ein Austrocknen des Landteils zu verhindern, wird noch ein Loch für eine Beregnungsdüse gebohrt.

Nun folgte die aquaristische Gestaltung des Wasserteils inkl. Luftheber, Mangrovenwurzel, Pflanzen, etc., et voila!

Das bisherige Ergebnis lässt hoffen:

Selbst die als überaus kannibalisch verrufenen Ranitomeya gehen gemeinsam mit anderen Arten unversehrt an Land. Allerdings sehe ich eine Einzelzeitigung dieser Art als bessere Variante an.

Ranitomeya beim Landgang
Ranitomeya beim Landgang
Dendrobates- und Phyllobates-Arten beim Landgang
Dendrobates- und Phyllobates-Arten beim Landgang
zwischenzeitliche Neugestaltung
zwischenzeitliche Neugestaltung

Becheranlage

 

 

 

 

Diese "Becheranlage funktioniert nicht wie eine herkömmliche Quappenanlage mit Filter, umlaufendem Wasser, etc., sondern nach dem Becherprinzip. Allerdings kann ich hier jederzeit und in kürzester Zeit einen (Teil-/Wasserwechsel) durchführen. Somit lassen sich Futterreste, Kot und Co. schnell mal zwischendurch beseitigen. Das "überlaufende" dreckige Wasser dringt durch einen Spalt von ca. 1-2mm (zwischen Becheroberkante und darüberliegender Scheibe) über die schräge Bodenscheibe nach hinten und läuft hinter den Bechern zum Abfluss nach unten, wo es sich in einem Eimer sammelt.

 

 

 

Um die Quappen gegen ein eventuelles "Rausspülen" nach vorne zu sichern, lege ich beim Spülen einen 1mm-Gazestreifen über die Becher.

 

 

 

 

 

Hier erkennt man einigermaßen, dass jede nach hinten abgeschrägte Etage eine Tropfkante hat. Das Spülwasser sammelt sich also ganz unten am Abfluss.

 

 

 

 

 

Verfügt man vor Ort über keinen Abfluss, sollte man nicht vergessen, den Eimer von Zeit zu Zeit zu leeren.